Worum geht’s? - Wald kaputt

 

Für viele Bürger in unserem Land ist der Wald Inbegriff für „Natur“ schlechthin. Doch diese Vorstellung deckt sich schon lange nicht mehr mit der Wirklichkeit. Die sieht nämlich – wenn man etwas genauer hinter die dunkelgrün getünchte Kulisse schaut – erschreckend aus! Realität ist, dass sich in der deutschen Forstwirtschaft seit einigen Jahren – schleichend und von der Öffentlichkeit kaum bemerkt – ein Paradigmenwechsel vollzieht. Die äußeren Zeichen dieser „Veränderung“, ausgelöst durch den durch steigende Erdölpreise angeheizten Holz-Boom, sind allerorten selbst für den unbedarften Laien unverkennbar: Von Harvestern zerstörte Forstwege, malträtierte Waldböden, kahlschlagähnliche Eingriffe in den Baumbestand mit übermannshohen Holzpoltern an den Wegrändern und großflächiges Verschwinden der Altbaumbestände. Um Missverständnissen an dieser Stelle gleich vorzubeugen: Wir haben grundsätzlich nichts gegen eine forstwirtschaftliche Nutzung unserer Wälder, unser Protest richtet sich allein gegen jene Auswüchse, die den Wald nur noch als ein riesiges Holzlager missbrauchen und diesen in den Dienst kurzfristigen Gewinnstrebens stellen. Genau dies geschieht nämlich in vielen Waldgebieten landauf und landab. Und es kommt wohl noch schlimmer.

Sollten die Pläne der Bundesregierung tatsächlich wahr werden, wird unser deutscher Wald bald nur noch eine dunkelgrün kaschierte Fabrik aus Bäumen sein, - dazu bestimmt, Holz „am Fließband“ zu produzieren.
Eine Meldung des Bundesumweltministeriums im Oktober 2010 hat den Stein ins Rollen gebracht: Nach dem Willen des Ministeriums soll der Holzeinschlag in Deutschland innerhalb der nächsten 10 Jahre (um 30 Mio. Festmeter!) auf 100 Mio. Festmeter im Jahr gesteigert werden. Die zusätzliche Holzmenge, so das Ministerium, werde benötigt, um die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung umzusetzen. Denn zukünftig soll noch mehr Holz verbrannt werden, um den Anteil der „Erneuerbaren Energien“ in Deutschland bis zum Jahr 2020 deutlich zu erhöhen.

Dazu haben sich die Schönrechner der Ministerialbürokratie folgendes Szenario ausgedacht: Die gesamten Holzvorräte in deutschen Wäldern sollen mittelfristig von 3,3 auf 2,8 Milliarden Festmeter abgesenkt werden. Diese Vorratsreduzierung geht nach einschlägigen Schätzungen besonders zu Lasten der Altholzbestände. Schwerpunkte des Vorratsabbaus lägen demnach in den waldreichsten Bundesländern Hessen, Bayern und Baden-Württemberg.

Wir, die Initiatoren dieser Internet-Aktion, sind der Auffassung, dass dem Ansinnen der politischen Kaste und der sie stützenden Forstlobby endlich wirksam Paroli geboten werden muss. Dies funktioniert aber nur dann, wenn möglichst viele Menschen über die Missstände in unseren deutschen Wäldern informiert sind und sich breiter Protest formiert.

Schon zu lange konnten vor allem die staatlichen Forstbetriebe vor allem in unseren öffentlichen Wäldern klammheimlich und völlig unkontrolliert schalten und walten, wie sie wollten. Inzwischen haben sich diese vom Steuerzahler immer noch mitfinanzierten Staatsbetriebe in profit-gesteuerte Unternehmen verwandelt, denen augenscheinlich nur noch „Holz vor Wald“ geht. Dies ist in „unserem“ Wald, der als Allgemeingut unserer Gesellschaft wichtige ökologische Funktionen zu erfüllen hat, nicht mehr länger hinzunehmen.        

Ohnehin hat der „ökologische Ausverkauf“ unserer Wälder in den letzten Jahren schon längst begonnen. Der oben erwähnte „Paradigmenwechsel“ ist in vollem Gange.

Es ist höchste Zeit, umzusteuern und von Bürgerseite her den gesetzlich verbrieften Schutz unseres Waldes aktiv einzufordern.
Nutzen Sie unser sorgsam recherchiertes, informatives Internetportal und verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuelle Waldsituation in Deutschland und die damit verbundenen ökologischen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge.

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